Abnahme der Gehorsamkeitsprüfung zur Leinenbefreiung in Hamburg



Download: Antrag auf Befreiung von der Anleinpflicht.doc und Befreiung von der Anleinpflicht.doc



Wir testen keinen Kadavergehorsam! Es erwartet Sie hier eine faire Prüfung in netter Atmosphäre. Wir hoffen, dass unsere Hunde ein Leben in Hamburg führen werden, welches so artgerecht wie nur irgend möglich ist.

Als staatlich anerkannte Sachverständige der Stadt Hamburg biete ich Ihnen die Abnahme der Gehorsamkeitsprüfung mit und ohne vorheriges Vorbereitungstraining an.

Seit dem 01.01.2007 müssen in Hamburg alle Hunde ab dem 12 Lebensmonat (außer in ausgewiesenen Hundeauslaufgebieten) an die Leine! Um Ihrem Hund wieder ein artgerechteres Leben ermöglichen zu können, haben Sie die Möglichkeit, sich durch einen bestimmten Gehorsamstest, von der Leinenpflicht insofern befreien zu lassen, dass Ihr Hund in bestimmten zusätzlichen Bereichen (z.B. auf den Wegen in den Parks usw.) wieder frei laufen darf.

Sollten Sie und Ihr Hund eine Vorbereitung auf die Prüfung benötigen, können Sie diese im Einzeltraining sowie im Gruppentraining absolvieren. Die nächsten Termine bitte unter der Telefonnummer 0177 4935435 erfragen.
 

 

 


Inhalt der Gehorsamsprüfung
Anlage 1 zu §1 Absätze 2 und 3 HundeGDVO
 


Folgende Hilfsmittel sind erlaubt:

• festschnallendes Halsband oder Halsband mit Zugstopp
• Halti
• Brustgeschirr (nicht mit Zugwirkung unter den Achseln)
• Leine
• Pfeife
 

 

Der Einsatz von Futter oder Spielzeug als Belohnung ist zulässig. Hör- sowie Sichtzeichen sind erlaubt. Der Hund muss bei der Durchführung der Prüfung mindestens zwölf Monate alt sein.
 

 

 


A. Gehorsamsübungen
 


1. Gehen an lockerer Leine. Der Hund darf nicht permanent an der Leine ziehen. Er hat Richtungs- und Tempowechsel willig zu folgen und anzuhalten, wenn die Hundeführerin oder der Hundeführer stehen bleibt.
 

2. Sitz, Platz, Steh. Der Hund muss auf Signal der Hundeführerin oder des Hundeführers zwei der drei Positionen einnehmen und so lange darin verharren, bis er ein anderes Kommando erhält. Dieser Übungsteil muss mit an- und abgeleintem Hund gezeigt werden.
 

3. Bleib. Die Hundeführerin oder der Hundeführer bindet den Hund an einer geeigneten Stelle an und gibt eines der Kommandos unter 2. Wenn der Hund angebunden ist, entfernt sich die Hundeführerin oder der Hundeführer, bleibt aber in Sichtweite des Hundes. Auf Anweisung der Prüferin oder des Prüfers (frühestens nach zwei Minuten) kehrt die Hundeführerin oder der Hundeführer zu dem Hund zurück. Bis dahin muss der Hund sich - auch unter leichter Ablenkung - ruhig verhalten.
 

4. Kommen auf Ruf. Der Hund ist abgeleint. Die Hundeführerin oder der Hundeführer ist in Bewegung. Wenn der Hund mindestens 10 m entfernt ist, gibt die Hundeführerin oder der Hundeführer das Kommando zum Herkommen. Der Hund muss zügig herankommen und sich problemlos anleinen lassen.
Die Einzelnen Gehorsamsübungen sind mehrmals und in wechselnder Reihenfolge zu prüfen. Während der Prüfung müssen sich mindestens nachfolgend aufgeführte Begegnungen ergeben oder, wenn nötig, mit Auftragspersonen nachgestellt werden:

• Personen (Jogger, Skater, Radfahrer etc.) überholen / kommen dem Hund mit schneller Geschwindigkeit entgegen (dreimal in verschiedenen Situationen)
• Begegnung mit einem angeleinten und einem frei laufenden Hund.
• eine Fremdperson geht auf die Hundeführerin oder den Hundeführer zu, schüttelt ihr/ihm die Hand und fängt ein Gespräch an
• eine Fremdperson geht auf den Hund zu und nimmt Kontakt zu ihm auf
• die Hundeführerin oder der Hundeführer geht mit dem Hund durch eine Menschengruppe.
 

 

 

 

B. Bewertung der Prüfung

Entscheidend ist bei der Bewertung das Hundeführerin / Hundeführer-Hund-Gespann. Daher muss es eine getrennte Beurteilung von Hund und Hundeführerin / Hundeführer geben.
 


Nicht bestanden hat:
 


1. ein Halter, der

• seinen Hund nicht unter Kontrolle hat oder
• das Tier mit übertriebener Härte anfasst oder sich anderen Personen gegenüber rücksichtslos verhält
 

 

2. ein Hund, der

• Menschen oder andere Hunde belästigt oder angreift,
• Teile der Gehorsamsprüfung mangelhaft oder gar nicht ausführt oder
• sich minutenlang in einer Situation nicht mehr kontrollieren lässt.
 

 

 

 

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